Aggression und Bananen

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Es ist die dritte Sitzung und ich merke, wie sich etwas bewegt. Natürlich nicht im Sinne von: “Ich bin geheilt, juchuu!” So etwas gibt es nicht. Zumindest nicht in meiner Welt.

Auf seine eigene Art hat mich Herr B. komplett durcheinander gebracht, meine Annahmen und Ansichten in Frage gestellt. Eigentlich hat er nur einen Stein ganz leicht angestupst, der jetzt in meinem Kopf den Berg herunter rast. Der Wunsch, die aufgewühlte, durchpflügte Erde wieder glattzustreichen und zu tun, als ob nichts gewesen wäre, ist stark. Zum Glück weiß ich aus Erfahrung, dass es schon mal so angefangen hat. Und, dass aus der aufgewühlten Erde etwas gewachsen ist, ein zartes Pflänzchen.

Jetzt gerade sehe ich kein Pflänzchen, nur einen unsortierten Haufen Dreck und es tut weh. Zu merken, dass ich mich wieder in Muster festgefahren habe, die mir nicht guttun und die ich versuche, auch noch zu rechtfertigen. Wie man das halt so macht.

Vielleicht schreibe ich später auch noch über die Themen, die mich beschäftigen, aber fürs erste hat es gereicht, die ganze verfickte Situation zu beschreiben.

Vermutlich hat auch der Barcadi Mojito, den ich mir eben gekauft habe, etwas damit zu tun. Fuck it.

Topics: gedanken